Achtsamkeit

Ursprung der Achtsamkeitstechnik

Die Achtsamkeit hat ihren Ursprung in alten buddhistischen Meditationstechniken. Kern aller Achtsamkeitstechniken ist das absichtsvolle, nicht wertende Richten der Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment. Mit Offenheit, Neugier und der Bereitschaft, das Gegenwärtige so anzunehmen, wie es ist. Wesentliche Bedeutung bei der Einführung von Achtsamkeitstechniken in das westlichen Gesundheitssystem wird dem amerikanischen Kardiologen Herbert Benson beigemessen. Er hat das Mind and Body Medical Institute am Massachusetts General Hospital in Boston gründete.

Achtsamkeit StilleIn der Folge wurden daraus verschiedene therapeutische Systeme entwickelt. Zu denen gehören die achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (Mindfulness-Based Stress Reduction, MBSR) nach Jon Kabat-Zinn und die MBCT, aber auch die transzendentale Meditation, Yoga, Tai Chi und andere Techniken.

Die westliche Medizin hat die Achtsamkeit als therapeutische und präventive Technik bis vor Kurzem weitgehend ignoriert. Allerdings ändert sich dies in den letzten Jahren, nachdem sich nun Hinweise für eine Wirksamkeit bei den verschiedensten somatischen und psychiatrischen Erkrankungen mehren. In der Psychotherapie sowohl bei Psychiatern, als auch bei Heilpraktikern, findet diese Technik immer mehr Anerkennung und Anwendung.

Forschungsergebnisse

Auch die Therapieforschung wendet sich immer mehr der Achtsamkeit zu. Beispiel ist eine Studie zur Rückfallprophylaxe bei rezidivierender Depression. Oder auch eine, allerdings deutlich kleinere Studie bei älteren Menschen mit chronischen Schlafstörungen. Hier war eine achtsamkeitsbasierte Therapie einer Intervention zur Verbesserung der Schlafhygiene signifikant überlegen. Dass die Achtsamkeit als medizinische Technik mehr Aufmerksamkeit in der westlichen (Schul-)Medizin bekommt, liegt sicherlich auch daran, dass man sich in den letzten Jahren um ein naturwissenschaftliches Verständnis ihrer Wirkmechanismen bemüht. Selbst in den angesehensten Fachzeitschriften finden sich aktuelle Übersichten.

Tatsächlich hat die „Achtsamkeit“ (englisch: „Mindfulness“) in den letzten Jahren eine enorme Aufmerksamkeit auch als therapeutische Technik in der Psychiatrie gewonnen. Es gab vor Kurzem eine Studie im renommierten Lancet. Diese hat gezeigt, dass die sogenannte „Mindfulness-Based Cognitive Therapy“ (MBCT = achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie) bei Patienten mit rezidivierender depressiver Störung möglicherweise genauso effektiv das Rückfallrisiko reduziert wie eine antidepressive Pharmakotherapie (Kuyken et al., Lancet 2015, 386: 63-73).

Ich biete in meiner Praxis eine Einführung in die Achtsamkeit zur Stressreduktion und zur supportiven, also begleitenden, Depressionstherapie an. Durch die tägliche Übung der Achtsamkeit können im besten Falle die depressiven Symptome abgemildert und das Rückfallrisiko verringert werden. So kann die Achtsamkeit präventiv bei vielen Erkrankungen helfen.

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Achtsamkeit Meditation

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